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Bild: © Photocase.de

»Die Präsidentinnen« in Frankfurt a.M.

Inhalt

Erna, Grete und Mariedl. Erna, die Sparsame, kann statt einem Kaffeefilter auch Klopapier verwenden. Grete hat ihrer Hündin beigebracht, keinen fremden Scheißdreck zu fressen. Die Vorsehung hatte bestimmt, daß die Tochter, als sie so schön war wie die Mutter, mit dem Vater ins Ehebett mußte. Mariedl, der Jüngsten, zwinkert der Pfarrer zu, wenn sie die Aborte mit bloßen Händen reinigt. Die drei sitzen ihre Zeit in einer grotesken Wohnküche ab. Nach Jahren der Sparsamkeit hat Erna einen gebrauchten Fernseher gekauft, denn einmal im Leben muß jeder Mensch das Glück empfangen. Mit zunehmender Geselligkeit zwingen sie sich gegenseitig ihre Geschichten auf. Ihre Domäne ist die Verdrängung, die am Ende mit doppelter Härte zurückschlägt.


Schwab hat mit seinem erfolgreichsten Drama Die Präsidentinnen drei verstörende Frauenporträts geschaffen, gefährlich und gefühlvoll. Durch die radikale Künstlichkeit seiner Sprache entsteht ein Aufschrei gegen die Welt der sauberen Satzlehre, der klaren Regeln und der wahren Worte und Werte. Schmutzige, aberwitzige Tragikomik.

Autor: Werner Schwab Regie: Jan Bosse Darsteller: Karin Neuhäuser, Olivia Grigolli, Yvon Jansen Kostüm: Kathrin Plath Musik: Arno P.J. Kraehahn Kontakt: schauspielfrankfurt