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Bild: © Photocase.de

»Grete« in Hannover

Inhalt

Gretchen im klassischen Outfit mit Dirndl und blondem Zopf, voll Anmut und kindlichem Liebreiz, vielleicht ein bisschen schlicht, dafür aber noch in der Rolle des Opfers gradlinig und fromm - so oder so ähnlich lautet das Klischee der bekanntesten Jungfer deutscher Theaterseligkeit. Die Regisseurin Anja Gronau und die Schauspielerin Claudia Wiedemer geben dem Gretchen einen Abend ohne Rücksicht auf Faust und zeichnen Goethes berühmte Frauenfigur jenseits der gängigen Bilder als einen heutigen Menschen im Wechselspiel zwischen Hingabe und Auflehnung. Dabei wird aus "dem Gretchen" eine ausgewachsene Grete, ein junges Mädchen, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht und von bedingungsloser Leidenschaft.

Als "beste Berliner Aufführung des Jahres 2004" erhielt die Inszenierung den Friedrich-Luft-Preis. Das schauspielhannover übernimmt die Produktion des Berliner "Theater unter dem Dach" in den Spielplan des ballhofzwei.

Autor: Nach Goethes "Faust" Regie: Anja Gronau Darsteller: Claudia Wiedemer