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Henrik Ibsen "Baumeister Solness" in München
Bild: © Photocase.de

Henrik Ibsen »Baumeister Solness« in München

Inhalt

Das Haus von Baumeister Solness: ein Haus mit drei Kinderzimmern ohne Kinder, ein Wohn- und Arbeitsplatz, die Bewohner verstrickt in gegenseitige Schuldgefühle und Abhängigkeiten, ein Haus, aber kein Zuhause. Abhängigkeiten zwischen Solness, seinen „Helfern und Dienern“ wie er sie nennt, seinem ehemaligen Chef, den er ruiniert hat, dessen Sohn, den er rabiat ausbeutet und klein hält und dessen Verlobter, die er mit Andeutungen und halben Versprechungen hinhält
zwischen dem Ehepaar, das sich jeweils dem anderen gegenüber für schuldig hält, und dann die totale Abhängigkeit von Hilde Wrangel. Der Baumeister hat zuerst Kirchen zur Ehre Gottes gebaut, dann Familienhäuser für die Menschen, jetzt baut er für Hilde Luftschlösser. Solness ist oben, weil er Glück gehabt hat, aber er ist nicht glücklich. Er hat Angst vor der Jugend, die ihn zugleich anzieht. Bei den Frauen ersehnt er sie, bei den Männern erschreckt sie ihn, dem die Zukunft nicht mehr gehören kann. Das Bewusstsein der Schuld, die aber nicht mit Reue verbunden ist, lässt ihn wissen, dass die Jugend ihn so wenig verschonen wird, wie er geschont hat. Das ist seine Angst, er kennt nicht das Miteinander, nur das Gegeneinander oder die Unterordnung. Ibsen sieht darin – im Stück etwas gewaltsam – „den Preis für seine Stellung als Künstler“. „Und jeden Tag muss ich sehen, wie dieser Preis neu gefordert wird. Immer wieder – immer, immer wieder!“

Autor: Henrik Ibsen Titel: Baumeister Solness Regie: Tina Lanik Darsteller: Beatrix Doderer, Cornelia Froboess, Marina Galic, Gerd Anthoff, Lambert Hamel, Jan-Peter Kampwirth, Fred Stillkrauth Bühnenbild: Magdalena Gu Kostüm: Su Sigmund

Residenz Theater
Max-Joseph-Platz 1
80539 München