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"Sommergäste" in Hamburg
© Thalia Theater GmbH

»Sommergäste« in Hamburg

Inhalt

Nichts soll sich ändern. Oder am besten gleich alles. Im Sommerhaus des Rechtsanwalts Bassow und seiner Frau Warwara trifft sich eine Gesellschaft von aus der Stadt fliehenden Gästen: ein Ingenieur und seine kinderlose Frau, ein Arzt und seine kinderreiche Frau, ein Dichter, ein Unternehmer, eine junge Literatin, eine Ärztin. Sie alle sind gebildet und gut situiert. Was sie in ihren Gesprächen umtreibt, ist die Sehnsucht nach dem anderen, besseren Leben. Auch die Sehnsucht nach Liebe oder nur der Reiz einer Sommeraffäre. Aber hinter der Unzufriedenheit lauern auch Eitelkeit, Bequemlichkeit und Oberflächlichkeit. Über Gorkis Szenen liegt eine unbestimmte Traurigkeit – belangloses Geschwätz, Klügeleien, aufkeimende Eifersucht. Warwara, enttäuscht von ihrem Mann, möchte fort, irgendwohin, "wo einfache gesunde Menschen leben, die eine andere Sprache sprechen und ein ernstes, großes Werk vollbringen, das alle brauchen." Ihre Hoffnung richtet sich auf den Literaten Schalimow, dessen Eintreffen sie sehnsüchtig erwartet. Doch der einst so leidenschaftliche Poet schreibt längst nicht mehr.  Alize Zandwijk, Direktorin am Rotterdamer Ro-Theater, inszenierte zuletzt am Thalia "Iwanow" von Tschechow. Ihr sezierender wie spielerischer Blick auf Tschechow und Gorki und deren “überflüssige“ Menschen ist ein Blick in unsere Gegenwart.

Überschrift: Sommergäste Überschrift: Maxin Gorki Inszenierung: Alize Zandwijk Termin: 14. Januar 2006 Kontakt: Thallia Theater, Hamburg